1. Griesheimer Carneval Gesellschaft

Eine Abteilung des Sängerbund-Germania 1881 Griesheim e.V.

Die 1. Griesheimer Carneval Gesellschaft - Grundsatz, Rückblick, Gegenwart

Grundsatz

Zuerst einmal die Feststellung, dass es insgesamt schwer ist einen Karnevalsverein zu beschreiben. Gerade und auch dann, wenn seine Arbeit so vielseitig angelegt ist, wie die der 1. Griesheimer Carneval Gesellschaft.
Unser Vereinziel verstehen wir dahingehend, dass wir mit unseren künstlerischen Mitteln, die sich durchaus sehen und hören lassen können, bei vollem ehrenamtlichem Engagement, so professionell wie irgend möglich unserem Publikum in der Fastnacht ein paar schöne Stunden bereiten.
Solch ein Ziel und dessen Umsetzung ist nach unsere Meinung durch kaum ein anderes Ziel zu ersetzen!

Rückblick

Man hat in den zurückliegenden Jahrzehnten als Verein Hochs, aber auch Tiefs erlebt und gemeinsam durchgestanden. Der Verein hat Größen auf der Bühne hervorgebracht, die wohl unvergessen bleiben werden. An dieser Stelle kann man nur einige Namen nennen, die in Griesheim auch heute noch für Qualität in der Bütt oder als Sängerin bzw. Sänger haben. Wilhelm Nothnagel (Kusums Wilhelm) gilt als der Vater der heutigen 1. G.C.G., Heinrich Merker (Merker Heuni) waren über Jahre wie Gerhard Münch (de Stobbe) und Hans-Werner Keller (es Wernersche) die größten Büttenasse des Vereins und gelten heute noch als absoluter Maßstab in Griesheim.
Gisela Münch (Münche Gies) brilliert als Sängerin und zog alleine und gemeinsam mit Georg Funk (Knoxe Schorsch) ganze Säle in ihren Bann und wird damit unvergessen bleiben. Kurt Göbel (Gewwels Kurt) war in den Nachkriegsjahren der Stimmungssänger auf der Bühne der 1. G.C.G. und wurde später von Hannelore Gerhard (der singenden Wirtin) in brillanter Weise abgelöst. Sie hat mit ihren eigenen getexteten Liedern Menschen verzaubert, Stimmung erzeugt und mit dem „Griesemer Kartoffelsalat“ sogar eine kleine Griesheimer Nationalhymne geschaffen, die heute noch oft und gerne gesungen wird.
Es kann in der recht langen Geschichte der 1. G.C.G. hier nur ein Abriss sein, der wiedergegeben werden kann. Wie viel unglaublich intensive Arbeit darin steckte und noch steckt ist oft nur schwer zu beurteilen, denn wenn diese Laienkünstler die Bühne betreten ist davon nichts mehr zu spüren.

Gegenwart


Heute umfasst die 1. Griesheimer Carneval Gesellschaft im Sängerbund–Germania mehr als 100 Aktive vor, auf und hinter der Bühne. Mit dem erzwungenen Umzug unserer Veranstaltungen in die Wagenhalle hatte der Verein aufgrund völlig neuer räumlicher Gegebenheiten die Möglichkeit das Konzept seiner Fastnacht zu ändern.
Man hat sich auf ein Experiment eingelassen, weil seit einiger Zeit erkennbar war, dass das Publikum die reine Sitzungsfastnacht so nicht mehr akzeptierte. Unter dem Motto „Carneval creativ“ hat man den Sitzungsablauf gelockert und ist weg gekommen vom reinen stundenlangen konsumieren hin zum gemeinsamen feiern.
Es war anfangs nicht klar, wie unser Publikum dies aufnimmt. Inzwischen wissen wir, dass dieser Weg der Richtige war. Der Zuspruch zu den Veranstaltungen der 1. G.C.G. ist wieder enorm und wir konnten damit auch ein völlig neues und junges Publikum begeistern.
Es war bei der 1. G.C.G. immer mehr Show, als reine Fastnachtssitzung. Lichteffekte, aufwendige Bühnengestaltung, professionelle Tonübertragung, Bühnenfeuerwerk und vieles mehr hatten und haben die Aktiven unseres Vereins in petto.
Das wichtigste aber, an der Arbeit der 1. G.C.G, für andere ist die Feststellung, dass man den Ehrgeiz besitzt alles aus eigener Kraft zu gestalten und das hat man bis heute durchgehalten. 4 Stunden kurzweiliges und für unsere Gäste mehr als unterhaltsames Programm auf eine Bühne zu zaubern ist nicht leicht, aber eine tolle Sache. Das wird jeder Aktive, ob vor, auf, oder hinter der Bühne bestätigen. Dazu gehört aber auch die Erkenntnis, dass Erfolg nur ein Gemeinschaftswerk sein kann und ist.

Gesang und Tanz waren immer die tragenden Säulen der GCG-Fastnacht. Seit Jahrzehnten gehört eine Gesangsgruppe zu den Spitzenkräften auf der Bühne der G.C.G. Unter der jahrelangen Leitung von Dieter Hamisch hat sich die Gruppe der „Bestinos“ in die Gruppe „Best.Life“ gewandelt. Nicht nur in der Griesheimer Fastnacht spielt diese Gesangsgruppe eine wesentliche Rolle. Ihre künstlerische Qualität kann durchaus mehr als gehoben bezeichnet werden. Inzwischen wurde zur Nachwuchsförderung durch Dieter Hamisch und Gabi Landau eine junge Gesangsgruppe mit dem Namen „Best.Life – Young Generation“ gebildet, die in der Kampagne 2006/07 den ersten Auftritt mit Bravour erledigte.
1996 haben sich einige Sänger zusammengefunden. Die „GCG – Schlawiner“ sind heute als Stimmungsmotor des Gesangs nicht mehr von der Bühne zu denken.
Mit drei Tanzgarden, den „Little Steps“ (Kinder) unter Katja Höhl und Natascha Spieß , den „Hot Flames“ (Jugendliche) unter Doris Barth und Julia Frank und den „GCG – Diamonds“ (Erwachsene) unter Brigitte Patrzalek, hat die 1. G.C.G. eine reiches Potential nicht nur an den schönsten Mädchen Griesheims, sondern auch mit das Beste an tänzerischer Fähigkeit. Bewundernswert sind dabei besonders die Trainerinnenteams, die jedes Jahr unglaubliche Showtanzeinlagen und Gardetänze auf die Bühne zaubern.
Auch die „Grazy Dancers“ (Männerballett) mit ihren Trainerinnen Lana Feldmann und Sabrina Negro, verstehen es mit ihren Tänzen das Publikum zu begeistern.
Es gehört zu den Grundsätzen innerhalb des Sängerbundes-Germania und der 1. G.C.G., wenn man sagt:

„singen ist Balsam für die Seele und tanzen ist träumen mit den Füßen“!

Das gilt in besonderer Weise gerade auch für Kinder und ihre Entwicklung.

Auch im Bereich der Büttenredner kann man sich sehen lassen. Neben den angestammten Assen in der Bütt, wie Walter Matthäus (Protokoller) und Herbert Müller konnte man vor einiger Zeit Thorsten Wicht gewinnen. Mittlerweile gehören, Dank intensiver Nachwuchssuche und Förderung, auch Alexander Merker und Patrick Kahl in diesen Kreis.

Bereits vor Jahren ist die 1. Griesheimer Carneval Gesellschaft in der Vereinsführung neue Wege gegangen. Mit regelmäßigen gemeinsamen Klausurtagungen des Vorstandes und den Übungsleitern vertieft man Erfahrungen und schreibt diese Entwicklung fort. Es gibt in der G.C.G. keinen Vorstand der alles bestimmt. Wir arbeiten in eigenverantwortlichen Teams und der Vorstand hat lediglich die Aufgabe zu koordinieren und bei Reibungsverlusten einzugreifen.
Diese Vorgehensweise hat sich bewährt und wird auch von den Verantwortlichen nicht nur gelebt, sondern ständig fortgeschrieben und neuen Gegebenheiten angepasst. Natürlich gibt es hin und wieder Meinungsverschiedenheiten, denn alle die mitarbeiten sind Menschen mit ganz eigenen Vorstellungen und Charakteren, aber genau das ist es ja, was den Reiz dieser Aufgaben ausmacht.
Wir bieten unseren aktiven Mitgliedern die Möglichkeit, ihre Talente zu entfalten, indem wir sie an Workshops, Trainingslagern und Schulungen ect. teilnehmen lassen. Außerdem sind wir seit Jahren darauf bedacht, durch intensive Nachwuchsarbeit, junge Menschen an verantwortungsvolle Aufgaben heran zu führen.

Auch die Geselligkeit innerhalb des Vereins kommt nicht zu kurz und soll durch entsprechende Angebote den Zusammenhalt zu fördern, denn ein fröhliches Miteinander bezieht sich für die GCG-Fastnachter nicht nur auf die Kampagne.
Die Zukunftssicherheit durch Anpassung an neue moderne Gestaltungsformen der Sitzungsfastnacht und die weitere Entwicklung des Miteinanders innerhalb des Vereins sind Aufgaben, die es in den nächsten Jahren immer wieder und permanent zu meistern gilt. Hier kann sich jede Frau und jeder Mann, jeder Bub und jedes Mädchen einbringen und ist zu jeder Zeit herzlich willkommen.

Unsere Tür ist immer offen. Eintreten müssen Sie allerdings selbst. Also nehmen Sie bei
Interesse doch einfach einmal unverbindlich Kontakt auf. Wir freuen uns auf Sie!
 
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